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Impressum: Landesvorstand Ruth Eifler Am Pflanzgarten 29
66287 Quierschied Fon/Fax 06897 - 63093
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e-mail: info@blaues-kreuz-saarland.de
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“SO BEKEHRE DICH NUN ZU DEINEM GOTT, HALTE FEST AN BARMHERZIGKEIT UND RECHT UND HOFFE STETS AUF DEINEN GOTT! HOSEA
12, 7 |
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Je mehr ich mich auf dieses „sperrige“ Wort des Hosea einlasse, desto deutlicher wird, welch großartiger
Lebensentwurf angeboten wird. Der Prophet hat im Auftrag Gottes im nördlichen Königreich Israel geredet in einer Zeit, die politisch, gesellschaftlich, religiös immer angepasster und
undurchschaubarer wurde. Der Glaube an Gott war Formsache, die Gebote wurden beliebig umgangen. Stattdessen war es „in“, Fruchtbarkeitsgötter zu verehren. Im Streben nach Fortkommen und dem
Erreichen eigener Vorteile war man nicht zimperlich mit der Wahl der Mittel. – Für Gott war all das nicht in Ordnung. Er sah die brüchige Beziehung zu seinem Volk, dem, der Untergang drohte.
Darum auch immer wieder die Aufrufe Gottes, die aufrüttelnden, schonungslos das Unrecht aufzeigenden und die liebevoll rufenden, werbend um das Herz seines gleichgültigen Volkes. Ein
solcher Appell begegnet uns heute im Monatsspruch: „So bekehre dich nun zu deinem Gott.“ Sich bekehren – das bedeutet Umkehr, eine radikale Kehrtwendung zu Gott, Rückkehr aus der Gott-Ferne.
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Umkehr – Jeder kennt in seinem Leben „Umkehrgeschichten“: Wanderer, die sich verlaufen haben, Autofahrer, die
falsch abgebogen sind. Menschen, die die falsche Schule, den falschen Beruf gewählt haben und Menschen, die mit Suchtmitteln ihr Leben bewältigen wollen. Oftmals werden lange Strecken auf
dem falschen Weg zurückgelegt, bis die Erkenntnis eintritt, dass es so nicht weitergeht. Manche Umkehr kann nicht stattfinden, weil Menschen glauben, die Sache aufschieben zu können.
Ob die Gelegenheit nochmals kommt? Schmerzliche Erinnerungen an Menschen, die in unsere Gruppen kamen und „ganz nahe“ waren!
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Wie ein roter Faden ziehen sich durch die Bibel die Aufrufe zur Umkehr. Und es gibt auch Beispiele für gelungene
Umkehr – Zachäus, Paulus und der „verlorene“ Sohn in der Beispielgeschichte, die Jesus erzählte (Lk 15). Es war der jüngste Sohn, der sich vom Vater vorzeitig sein Erbe auszahlen ließ,
der sich die große Freiheit, die Selbstverwirklichung, den großen Lebensentwurf finden wollte. Stattdessen verprasste er sein Erbe genauso wie seine Möglichkeiten, etwas aus sich zu machen.
Er landete enttäuscht, allein gelassen, verarmt, hungrig und heruntergekommen als Schweinehüter. Doch gerade da kam er zur Erkenntnis umzukehren. Das bedeutete, mit dem Eingeständnis
seines Versagens und Schuldiggewordenseins zu seinem Vater heimzukehren und bei ihm als Tagelöhner zu arbeiten. Als er heimkam, lief ihm sein Vater entgegen, voller Liebe und Erbarmen schloss
er ihn in die Arme, ihn, auf den er gewartet hatte (Vers 20). So ist Umkehr, so ist Heimkehr zu Gott!
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Der Vater nimmt den Weggegangenen wieder als seinen Sohn an. Der Verlorenen ist wieder gefunden, der tot war, ist ins Leben zurückgekehrt.
(Vers 24). Wer zu Gott umkehrt, wird von ihm angenommen. Er kommt ins Leben. Er wird zu dem, wozu er von Gott bestimmt ist. In der Beziehung zu Gott erfährt er Freiheit und Freude, Freude
an der die Engel Gottes teilhaben (Lk 15,10). So bildhaft hat uns Jesus von der Umkehr und Heimkehr zu Gott, dem Vater berichtet. In Jesus Christus ist diese Liebe Gottes Mensch
geworden, in seinem Leben, Wirken, Leiden, Auferstehen werden Gottes Dimensionen aufgezeigt: So sehr hat Gott die Welt geliebt! – Wer zu diesem Gott heimkehrt, erfährt in seinem Leben
Veränderung im Denken und Handeln. Das meinte auch Hosea, wenn er vom Festhalten an Barmherzigkeit und Recht spricht.
Wer Gottes barmherzige Liebe erfahren hat, wer Gottes
Vergebung als seine Recht-Sprechung erlebt hat, der handelt anders als vorher. Er hält sich an die Maßstäbe Gottes, wie sie ihm widerfahren sind. Die Liebe zu Menschen, die nicht
klarkommen, aber auch Klarheit und Eindeutigkeit, Geradlinigkeit und Bereitschaft zur Vergebung prägen ihn.
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Aber diese Prägung, die Heimkehr zu Gott geschieht nur dann, wenn sie als tägliche Verbindung gepflegt wird – so
wie das in Ehe, Freundschaft und Gruppe der Fall ist. Wie Hosea sagt: Hoffe stets auf deinen Gott - oder wie es einer anderen Übersetzung heißt: Vertraue immer deinem Gott.
Das wünsche ich Ihnen und mir.
Ruth Eifler
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Originalbeitrag für „Blaues Kreuz - Monatszeitschrift des Blauen Kreuzes in Deutschland e. V., Ausgabe 07/2010, Seite 9
Textdownload als PDF / Word97-2003-Zip
Weitere Beiträge der Autorin siehe unter “Archiv”
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